Wenn der Drang auszuwandern immer stärker wird – hörst du ihn oder ignorierst du ihn noch?
Es beginnt meist leise.
Ein Gedanke, der immer wieder auftaucht.
Ein Gefühl von „Da muss doch noch mehr sein“.
Bei mir fing es genauso an. Jahre bevor ich 2010 den Entschluss gefasst habe, in die Schweiz auszuwandern, war dieser innere Drang da. Und je mehr ich versuchte, ihn zu verdrängen, desto lauter wurde er.
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Ist Auswandern wirklich eine Flucht – oder ein Ruf?
Viele reden sich ein, der Wunsch auszuwandern sei eine Flucht vor Problemen.
Meine Erfahrung ist eine andere.
Auswandern ist oft kein Weglaufen – sondern ein Hinzugehen:
- hin zu mehr Selbstbestimmung
- hin zu besseren Rahmenbedingungen
- hin zu einem Leben, das besser zu dir passt
Bei mir war es kein spontaner Entschluss. Ich habe lange beobachtet, abgewogen, gezweifelt. Doch der Gedanke ließ mich nicht los. Und genau das ist ein wichtiges Zeichen.
Ein Drang, der über Jahre bleibt, ist kein Zufall.
Warum dieser Wunsch immer stärker wird
Rückblickend verstehe ich heute, warum der Wunsch damals immer intensiver wurde:
- Ich hatte das Gefühl, auf der Stelle zu treten
- Leistung und Einsatz wurden nicht fair honoriert
- Die Perspektiven wirkten begrenzt
- Das Umfeld dachte oft klein, sicherheitsorientiert, vorsichtig
Das sind keine Vorwürfe. So war es eben „schon immer“.
Aber genau da liegt der Punkt: Nicht alles, was Tradition hat, passt zu jedem Menschen.
Manchmal musst du deine Wurzeln ehren – und trotzdem woanders neu wachsen.
Was du tun kannst, wenn der Gedanke ans Auswandern nicht mehr verschwindet
Wenn du merkst, dass der Wunsch auszuwandern stärker wird, dann rate ich dir aus eigener Erfahrung zu drei Dingen:
1. Hör auf, dich selbst zu belügen
Wenn du innerlich längst weißt, dass du mehr willst, dann bringt Schönreden nichts. Der Gedanke kommt nicht ohne Grund immer wieder zurück.
Frag dich ehrlich:
- Was fehlt mir hier wirklich?
- Was erhoffe ich mir woanders?
- Was halte ich nur aus Angst fest?
2. Informiere Dich – aber zerdenke es nicht
Ich habe mir damals viele Fakten angeschaut:
- Arbeitsmarkt
- Lebenshaltungskosten
- Mentalität
- Chancen für Unternehmer und Angestellte
Wichtig: Informieren ja – lähmen nein.
Irgendwann ersetzt keine Excel-Tabelle mehr das Bauchgefühl.
3. Triff Menschen, die es getan haben
Das war für mich entscheidend. Gespräche mit Menschen, die bereits ausgewandert waren, haben mir mehr Klarheit gegeben als jeder Ratgeber.
Nicht die Jammerer.
Sondern die, die Verantwortung übernommen haben.
Warum ich die Auswanderung in die Schweiz nie bereut habe
2010 bin ich gegangen.
Nicht, weil alles perfekt war.
Sondern weil ich gespürt habe: Jetzt oder nie.
Die Schweiz hat mir vieles ermöglicht:
- eine andere Wertschätzung von Arbeit
- mehr Struktur und Verlässlichkeit
- klare Regeln statt Grauzonen
- bessere unternehmerische Perspektiven
Natürlich war nicht alles einfach. Auswandern ist kein Urlaub. Aber es war ehrlich. Und stimmig.
Heute, Jahre später, kann ich sagen:
Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.
Für wen Auswandern nicht der richtige Weg ist – und das ist okay
Ganz wichtig: Auswandern ist kein Muss.
Nicht jeder wird im Ausland glücklich. Und das ist völlig in Ordnung.
Wenn du Sicherheit über Freiheit stellst,
wenn dein Herz stark an einem Ort hängt,
wenn dein Umfeld dich trägt und erfüllt – dann ist Bleiben vielleicht genau richtig.
Aber wenn du diesen leisen, hartnäckigen Ruf spürst, dann nimm ihn ernst.
Mein ehrlicher Rat an dich
Der Drang auszuwandern verschwindet selten von allein.
Entweder du hörst irgendwann auf ihn –
oder du gewöhnst dich daran, ihn zu unterdrücken.
Beides ist eine Entscheidung.
Ich habe mich 2010 entschieden – und ich würde es jederzeit wieder tun.
Schnapp dir jetzt meinen Ratgeber mit Tipps und echten Erfahrungswerten!
In diesem Sinne, weiterhin viele positive Gedanken, du bist auf dem richtigen Weg.
Last Updated on 7. Januar 2026 by mvm24
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